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Sie haben es wahrscheinlich schon gemerkt: Glück wird für viele mehr und mehr zum festen Bestandteil der Arbeitswelt. Glück liegt im Trend. Aber wie erklärt sich dieser Einbruch des Glücksgebots in der Arbeitswelt? Welche Lösungen werden umgesetzt, um Arbeit und Glück in Einklang zu bringen? Die Geschichte eines Strebens unserer Zeit.

Geben Sie "Glück bei der Arbeit" in eine Suchmaschine ein und die Relevanz wird direkt sichtbar: Google bietet 74.500.000 Ergebnisse an! Aber woher kommt dieses plötzliche Streben nach Glück, nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Leben?

Um das Phänomen zu verstehen, müssen wir uns erstmal mit dem allgemeinen Streben nach Glück beschäftigen. Häufig wird hier die Meinung vertreten, dass das Streben mit der Schaffung menschlicher Gesellschaften entstanden ist. Und das ist auch in der Hinsicht logisch, als dass sich in einer Gesellschaft mehr mit der Gefühlslage, mit Gepflogenheiten und zwischenmenschlicher Kommunikation auseinandergesetzt wird. Und wenn wir heute mal darüber nachdenken: sehen wir Glück nicht auch eigentlich als Grundlage einer erfolgreichen Existenz?

Auf der Suche nach Glück

Generell ist das "Glücksversprechen" in der westlichen Kultur relativ neu. Die Liste der Historiker, die sich mit dem Thema beschäftigt haben, ist nicht lang. Aber die, die es getan haben, sind sich grundsätzlich einig: Auf der Ebene der Rhetorik hat sich zumindest in der westlichen Kultur vor etwa 250 Jahren eine bedeutende Veränderung ergeben.

Das Streben nach Glück und die Kultur des Lächelns haben sich in unterschiedlichsten Bereichen verbreitet: Familie, Bildung, Religion, Politik und Arbeit sind davon betroffen. Eine große Rolle spielten und spielen hier sicherlich die Marketingabteilungen (Serienempfehlung: Mad Men). Die Bewegung hat neue Handelsimperien hervorgebracht: gute Beispiele hierfür sind die Walt Disney Company mit ihrem Unternehmensmotto “Making People Happy" oder auch McDonalds mit dem “Happy Meal”.

Zudem kommt der Aspekt, dass Menschen zunehmend ihren Stimmungen Ausdruck verleihen möchten: Emoticons und insbesondere der Smiley (der ursprünglich ja ausschließlich “glücklich” war) ersetzen heutzutage so manche Textnachricht.

Keep on smiling!

Glück und Arbeit: ein Tabu?

Was das Streben nach Glück durch Arbeiten angeht: diese Idee hat sich deutlich langsamer entwickelt. In der Antike galt Glück als Gegensatz zu Arbeit, gleichbedeutend mit Mühe in den frühen Stunden der industriellen Revolution. Anschließend war Arbeit dann eine Notwendigkeit oder mit wirtschaftlichem Ehrgeiz verbunden. Arbeit wurde also lange von Themen wie Vergnügen, Sinn oder Glück getrennt.

Dann haben unterschiedlichste Themen die Gesellschaft erobert: Das Aufkommen der Globalisierung und des digitalen Zeitalters ebenso wie Flexibilität und neue Beschäftigungsformen sorgen dafür, dass die Grenze zwischen Privat- und Berufsleben verschwimmt. Heutzutage ist die Frage “Bist du glücklich?” lange nicht mehr allein auf das Privatleben bezogen, denn wir alle wissen, dass unser Job einen Großteil des Alltags einnimmt.

Keep on smiling!

"Bist du glücklich?"

Und warum sollte diese Frage auch außerhalb der Arbeitswelt bleiben? Die Fragen, die heutzutage viele Konzerne, KMUs und Start-ups antreiben, sind jedoch etwas komplexer: Wie kann zum Glück der Mitarbeiter beigetragen werden? Und welche Kriterien sollten verwendet werden, um dieses Glück zu messen?

Zeit für Experimente

Glück messen – das ist natürlich nicht so einfach. Denn Glück umfasst so viele Dimensionen. Doch was bedeutet es für mich? Fragen, die man sich in diesem Zusammenhang einfach mal selbst stellen kann, sind beispielsweise folgende:

- Lebe ich in meiner täglichen Arbeit mehr positive Affekte (Freude, Vergnügen, ...) als negative Affekte (Stress, Wut, Entmutigung, ...)?

- Bin ich zufrieden mit meiner Arbeit, meinen Arbeitsbedingungen, meinem Gehalt, usw?

- Finde ich Sinn in meiner Arbeit?

Besonders in den USA, in den Berufswelten von Google, Facebook, Uber & co. werden neue Organisationen, neue Management- und Arbeitsmethoden, neue Umgebungen und neue Werkzeuge eingesetzt, um gute Antworten auf diese Fragen zu geben. Erfüllung und Freude am Arbeitsplatz. Alles wird getan, damit sich die Mitarbeiter wie Zuhause fühlen. Flexible Arbeitszeiten und Home Office breiten sich überall aus. Das Management wird wohlwollender und Organisationen werden horizontaler. Kollektive Intelligenz und die Einbeziehung der Mitarbeiter wird ebenso geschätzt, wie verschiedenste hilfreiche Tools für die Zusammenarbeit. Viele Unternehmen sind außerdem in flexiblen Teams und nach Mission organisiert, anstatt striktes Abteilungsdenken zu zelebrieren. Andere versuchen, in Bezug auf Kompensationen die Löhne ihrer Mitarbeiter durch Aktieninvestitionen oder Boni aufzuwerten.

Und all das, um den Angestellten eine positive Erfahrung bei der Arbeit zu ermöglichen.

Und auch abseits der “harten Faktoren” geben sich Unternehmen heutzutage viel Mühe, Ihre Mitarbeiter glücklich zu machen. Den Mitarbeitern steht beispielsweise eine Küche zur Verfügung, in der gemeinsam gekocht werden kann, es werden Fitnessstudiomitgliedschaften oder Maßnahmen für die Erhaltung der Gesundheit und gemeinsame “Team-Events”.

Und Morgen?

Im 21. Jahrhundert zählt Glück als existenzielles, kulturelles, berufliches und wirtschaftliches Ziel. Und das Ideal der Arbeit wird sich somit auch weiterentwickeln. In diesem Sinne müssen Unternehmen in Zukunft noch ganz andere Herausforderungen bewältigen. Ein Thema hier wäre die Mensch-Maschine-Problematik. Damit effizient und innovativ umzugehen, ohne den Menschen aus dem Fokus zu verlieren, ist definitiv eine Herausforderung.

Wie macht PayFit das?

Bei PayFit sind wir davon überzeugt, dass ein neues Kapitel über die Bedeutung von Glück bei der Arbeit geschrieben wird, und wir möchten mitschreiben. Unsere Überzeugungen spiegeln sich in unserem Handeln wieder: Wir glauben, dass das Berufsleben hauptsächlich das persönliche Leben der Mitarbeiter beeinflussen und beschränken sollte, sondern dass wir zur persönlichen Erfüllung jedes Einzelnen beitragen können und müssen. Wir berichten auf unserem Blog regelmäßig zu Themen rund um HR und Lohnabrechnung.

Charlotte Block

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