Alles rund ums Jobticket

Aktualisiert am
  • Wie funktionierte das Jobticket bisher?
  • 2019: Neuregelung für Jobtickets und Fahrtkostenzuschüsse
  • Was sind die Voraussetzungen für die Steuerbefreiung?
  • Das Jobticket als Sachbezug auf der Lohnabrechnung

Jobtickets machen Arbeitgeber attraktiver. So viel steht fest. Was genau aber ist ein Jobticket und wie sind die Regelungen, wenn Sie als Arbeitgeber ein Jobticket anbieten möchten? Erfahren Sie, was sich in 2019 geändert hat und wie das Jobticket an sich funktioniert. 💡

Jobtickets sind vergünstigte Monats- oder Jahresfahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel, die Arbeitgeber bei einem einem regionalen oder überregionalen Verkehrsunternehmen für ihre Arbeitnehmer erwerben können. Meist ist hier eine Mindestabnahmemenge verankert.

Oft erhalten die Unternehmen besondere Konditionen vom Verkehrsbetrieb für ihre Arbeitnehmer – dies betrifft z. B. die kostenlose Mitnahme weiterer Personen zu bestimmten Zeiten oder gar die kostenfreie Mitnahme von Fahrrädern. Das ist für solche Kollegen besonders interessant, die auf dem Arbeitsweg den öffentlichen Nahverkehr und das Fahrrad nutzen möchten.

Nicht nur die Ausweitung der Umweltzonen in Großstädten, sowie die möglichen Diesel-Fahrverbote, bringen Unternehmen häufig dazu, in ihren Stellenausschreibungen immer mehr mit Jobtickets zu werben.

Wie funktionierte das Jobticket bisher?

Die bisherige Regelung sah vor, wenn ein Unternehmen seinen Arbeitnehmern ein kostenloses oder verbilligtes Monatsticket für ÖPNV gewährt, muss die Kostenersparnis grundsätzlich als geldwerter Vorteil versteuert werden. Solange das Ticket die monatliche Grenze von 44 € nicht übersteigt, bleibt es als Sachbezug steuerfrei. Hierbei muss es sich tatsächlich um Monatskarten handeln, deren Preis unter 44 EUR liegt. Zumeist sind diese Tickets jedoch teurer, daher zahlen Arbeitgeber oft Zuschüsse zu Fahrtkosten.

Diese Regelung ist abgeschafft. Im Rahmen des “Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften” wurde das Einkommensteuergesetz geändert. Dadurch sollen Arbeitnehmer verstärkt zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bewegt werden.

2019: Neuregelung für Jobtickets und Fahrtkostenzuschüsse

Zuschüsse des Arbeitgebers zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und 1. Tätigkeitsstätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln bleiben in vollem Umfang steuer- und sozialversicherungsfrei. 🎉

Darüber hinaus sind Jobtickets seit 01.01.2019 wieder steuerfrei! Die 44-EUR-Grenze muss nicht mehr beachtet werden. Der Arbeitgeber kann nun auch ein Jahresticket bezuschussen oder einen jährlichen Einmalbetrag zahlen.

Die Steuerbegünstigung gilt auch für private Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr, d. h. das steuerfreie Jobticket kann auch in der Freizeit genutzt werden.

Was sind die Voraussetzungen für die Steuerbefreiung?

Voraussetzung für die Steuerbefreiung ist, dass die Zuschüsse und Jobtickets zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Aufgrund dessen greift die Steuerbefreiung nicht für Arbeitgeberleistungen (Zuschüsse und Sachbezüge), die durch Umwandlung des ohnehin geschuldeten Arbeitslohns finanziert werden. In einem solchen Fall liegt weiterhin steuerpflichtiger Arbeitslohn vor.

💡Zu beachten ist, dass die steuerfreien Leistungen für Jobtickets auf die Entfernungspauschale bei der Einkommensteuererklärung angerechnet werden. Die Ausweisung auf der Lohnsteuerbescheinigung muss erfolgen.

Das Jobticket – seit diesem Jahr wieder eine durchaus sinnvolle Alternative, um seine Arbeitnehmer morgens stressfreier am Arbeitsplatz begrüßen zu dürfen und am Abend die Chance zu geben, dass Stau im Feierabendverkehr zum Fremdwort wird. 😊

Das Jobticket als Sachbezug auf der Lohnabrechnung

Wir bei PayFit genießen auch die Vorzüge eines Jobtickets – und unsere App bietet natürlich auch die Möglichkeit, das Jobticket als Sachbezug einfach in die Lohnabrechnung zu integrieren.

PayFit

Charlotte Block

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