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Die Bedürfnisse der Arbeitnehmer ändern sich: Wohlbefinden am Arbeitsplatz, ausgeprägte Work-Life-Balance und Flexibilität sind wichtiger denn je. Die neue Arbeitswelt beschäftigt sich daher mit flexiblen Arbeitszeitmodellen oder Überlegungen in Richtung “Remote first”. Was wiederum zum Überdenken der Mitarbeiter-Benefits führt. Wir beleuchten die Komponente der Flexibilität genauer.

Heute Berlin, morgen Barcelona

Auch wenn die aktuelle Coronakrise einen Strich durch so manche Reise-Rechnung macht, bleibt der Drang nach Mobilität. Die Globalisierung sorgt dafür, dass es nicht nur in großen Konzernen oder hippen Startups heißt: heute im Büro in Berlin, morgen Businesstrip nach Barcelona, danach Wanderurlaub in den Alpen. Und der Arzt ist eigentlich auch zu weit weg, um mal eben mit dem Fahrrad hinzufahren. Was das bedeutet? Arbeitnehmer sind auf die unterschiedlichsten Beförderungsmittel angewiesen. Mit dem Fahrrad ins Büro, mit dem Flugzeug nach Barcelona, mit dem öffentlichen Nahverkehr zum Arzt. 

Und selbst wenn geschäftliche sowie private Reisen zur Zeit nur sehr eingeschränkt möglich sind wird Flexibilität wichtiger denn je. Viele Unternehmen überdenken ihre Regelungen in Hinsicht auf Home Office oder sogar den festen Wohnort in der Stadt der Arbeitsstätte. Das könnte bedeuten, dass in Zukunft noch mehr Flexibilität in Hinsicht auf Mobilität gefordert und gefördert wird. Nicht grundlos zählen Mobilitätsbenefits zu den beliebtesten Motivationsinstrumenten.

Bedarfsgerechte Mobilität

Wo vor einigen Jahren noch der Dienstwagen für die Manager und das ÖPNV-Ticket für alle anderen Standard war, wird nun genauer überlegt, was Mitarbeiter wirklich wollen. Ist der Dienstwagen für jemanden, der gerade mal 2 Kilometer vom Büro entfernt wohnt, überhaupt sinnvoll? 

Wichtig ist hier, dass der Arbeitnehmer die Möglichkeit hat, aus verschiedenen Optionen zu wählen. Denn häufig wird angenommen, dass Menschen genau das wollen, was sie schon immer bekommen haben: das zu hinterfragen bringt alle weiter.

Bedarfsgerechte Mobilität bedeutet beispielsweise, dass auch der ältere Arbeitnehmer gefragt wird, ob er noch einen Dienstwagen benötigt. Allerdings ist das häufig nicht so einfach umsetzbar, da viele unterschiedliche Verträge geschlossen werden müssen und das Unternehmen aufwendige Absprachen treffen muss. Die neuen Bedürfnisse in Hinsicht auf Mobilität und Flexibilität passen demnach nicht zu fixen Abos, langjährigen Verträgen mit Automobilherstellern und “office-first”-Regelungen. Neue Denkweisen müssen her.

Die neuen Bedürfnisse in Hinsicht auf Mobilität und Flexibilität passen demnach nicht zu fixen Abos, langjährigen Verträgen mit Automobilherstellern und “office-first”-Regelungen.

Mobilitätsbudget als Wegweiser für die Zukunft

Ein Mobilitätsbudget ist somit eine passende und moderne Lösung auf die sich formende Home Office Welt, da es für viele nicht mehr den einen “täglichen Arbeitsweg” gibt, für das ein Jobticket früher durchaus Sinn machte.

Das Unternehmen Mobiko bietet beispielsweise eine Lösung für ein monatliches Mobilitätsbudget als Benefit für Mitarbeiter. Das Budget ist flexibel einsetzbar und kann für den Arbeitsweg oder auch für die Freizeit genutzt werden. Sämtliche Mobilitätsarten sind abgedeckt und das sogar weltweit. 

Der Mobilitätsbericht von Mobiko zeigt sogar, dass das Mobilitätsbudget zu dreiviertel privat genutzt wird. So können Unternehmen nicht nur eine Unterstützung auf dem Arbeitsweg bieten, sondern auch darüber hinaus.

Ein weiterer Vorteil eines flexiblen Mobilitätsbudgets? Ein geringerer CO2 Abdruck Ihrer Mitarbeiter. Zu diesem und weiteren Themen haben wir mit Franziska Salzmann, Mitgründerin von Mobiko gesprochen:

PayFit: Corporate Social Responsibility (CSR) ist laut unserer HR Studie auch eine Herausforderung für Unternehmen, der sie sich widmen wollen: wie lässt sich Mobilität mit CSR vereinbaren? 

Franziska Salzmann: Seit geraumer Zeit schärft sich nicht nur bei Arbeitgebern das Bewusstsein für ökologische Verantwortung und nachhaltiges Handeln, sondern auch bei den Mitarbeitern. Die Coronakrise hat dieses Bewusstsein nur noch geschärft. Besonders jüngere Generationen bevorzugen vielmehr bedarfsgerechte und flexible Mobilität – mit grünem Gewissen. 

Unser Ziel ist es daher, die Incentive-Software für umweltfreundliche und kostensparende Mobilitätsnutzung für Unternehmen zu sein: Wir möchten Arbeitgebern eine Lösung bieten, ökologische sowie ökonomische Verantwortung mit den Werten und Bedürfnissen jedes Mitarbeiters in Einklang zu bringen. Wir glauben daran, dass ökologisches Umdenken nur dann schnell genug passiert, wenn wir umweltbewusstes Verhalten an ökonomische Anreize knüpfen. Genau das wollen wir mit dem MOBIKO-Mobilitätsbudget tun. Wer heute nachhaltig mobil ist, soll auch heute ökonomische Vorteile daraus ziehen und nicht ausschließlich für sein Öko-Gewissen Karmapunkte sammeln. Sprich, wir wollen mit unserem Mobilitätsbudget die Nummer 1 Incentivierungs-Schnittstelle für nachhaltige Mobilität in Unternehmen werden und dabei die gesamte Mitarbeitermobilität flexibler, nachhaltiger und auch kostenfreundlicher machen.

Gründer von Mobiko

PayFit: Was denkst du du: Was bindet Mitarbeiter an ein Unternehmen?

Franziska Salzmann: Mitarbeiter sind die wertvollste Ressource für jedes Unternehmen und damit für den Gesamterfolg entscheidend. Es können unterschiedlichste Instrumente zum Einsatz kommen - unterschieden wird grundlegend zwischen sogenannten harten und weichen Wirkfaktoren.

Als harte Faktoren gelten Instrumente, die der Befriedigung der finanziellen und materiellen Anreize dienen. Dazu zählen beispielsweise Gehaltserhöhungen, betriebliche Altersvorsorge und Benefits, wie etwa auch MOBIKO. Wir sehen aber auch, dass für das langfristige Bleiben neben harten Faktoren aber auch weiche Wirkfaktoren eine maßgebende Rolle spielen. Neben der Unternehmens- und Führungskultur sind auch ein abwechslungsreicher und herausfordernder Aufgabenbereich, mitarbeiterbezogene Karriereperspektiven, sowie eine ausgewogene Work-Learn-Life-Balance entscheidend.

Kurzum: Aus unserer Sicht bedarf es in Puncto Mitarbeiterbindung eines flexiblen und bedarfsorientierten Gesamtleistungspakets für Mitarbeiter. Wir sind überzeugt, dass vor allem jene Unternehmen hierbei die Nase vorne haben, die es schaffen, dass ihre Mitarbeiter je nach Lebensphase und -umstände, ihren beruflichen und privaten Alltag als auch ihre Ziele einfach unter einen Hut bekommen.

Die Einführung von MOBIKO im Unternehmen hat zu einer durchschnittlichen Nutzungssteigerung von grüner Mobilität um rund 50% in 2019 geführt.

PayFit: Wie sind eure Remote-Policies? Habt ihr Mitarbeiter, die komplett  remote arbeiten? Wie hat es sich mit der Coronakrise verändert? 

Frankziska Salzmann: Als digitales Green-Mobility-Startup leben wir „Remote Work“ von Beginn an. Bei uns hatten Mitarbeiter schon vor der Coronakrise die Möglichkeit und die entsprechende Infrastruktur vorhanden, jederzeit flexibel im Büro oder von zu Hause aus zu Arbeiten. Vor dem Corona-Lockdown waren unsere Mitarbeiter in der Regel 2-3 Tage in der Woche im Büro, insbesondere für im Voraus geplante Face-To-Face-Meetings, Workshops, Team Building Events, etc. und haben ansonsten bereits im Home Office oder von unterwegs gearbeitet.

Insofern war die Umstellung durch den krisenbedingten Lockdown nicht allzu groß für unser Team. Mittlerweile, haben wir uns sehr gut in die neue Dauer-Remote-Situation eingegroovt und dabei auch zwei neue Mitarbeiter ongeboardet, die sogar komplett remote arbeiten, da sie in anderen Städten bzw. im Ausland Zuhause sind.

Verknüpfung von Mobilität und Lohnabrechnung

Benefits für Mitarbeiter sind natürlich immer direkt mit der Lohnabrechnung verknüpft: daher macht es Sinn, diese beiden Komponenten zu verbinden. Wir arbeiten daher zur Zeit an einem einfacheren Datenaustausch zwischen Mobiko und PayFit - mehr Informationen dazu erhalten Sie in den nächsten Wochen.

Charlotte Block

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