Lohnabrechnung und Gehaltsabrechnung – der komplette Leitfaden für Unternehmen

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Lohnabrechnung. Gehaltsabrechnung. Verdienstabrechnung. Tauchen Fragezeichen auf? Als HR-Manager, Gründer oder Geschäftsführer sollten Sie die Basics kennen und wissen, welchen Aufwand das monatliche Prozedere mit sich bringt, um ultimativ die optimale Lösung für Lohn- und Gehaltsabrechnung für Ihr Unternehmen zu finden.

Inhaltsverzeichnis

    Warum zögern viele, Lohnabrechnung selbst zu erledigen?

    Oftmals stehen fehlende Praxiserfahrung, Angst vor Fehlern oder einfach mangelndes Fachwissen im Weg. Insbesondere in kleinen Unternehmen und Startups. Hier ist die Lohnabrechnung häufig Aufgabe der HR-Abteilung. Personaler, die sich vorher noch nie mit dem Thema beschäftigt haben, müssen sich mit der Lohnabrechnung ihrer Kollegen auseinandersetzen.

     

    Was ist eine Lohnabrechnung?

    Die Lohnabrechnung ist somit ein Nachweis, der dem Angestellten zeigt, was er für seine erbrachte Leistung verdient.

    Egal wie man den Vorgang der Abrechnung nennt: Lohnabrechnung, Gehaltsabrechnung oder Verdienstabrechnung, gemeint ist immer das gleiche. Eine Rechnung, die zeigt, aus welchen Bestandteilen sich der Verdienst in einem bestimmten Zeitraum zusammensetzt.

    Was ist der Unterschied zwischen Lohn und Gehalt?

    Das Gehalt beschreibt den fixen Betrag, der monatlich für die geleistete Arbeit vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird.

    Der Lohn richtet sich nach der erbrachten Leistung, wie zum Beispiel einer gewissen Stundenzahl. Ein vorab vereinbarter Stundenlohn wird in dem Fall mit den geleisteten Stunden multipliziert.

    Was sind die Pflichten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bei der Lohnabrechnung?

    Pflichten des Arbeitgebers

    Als Arbeitgeber steht man in der Pflicht, ab dem ersten Angestellten im Unternehmen eine Lohnabrechnung zu erstellen. Diese muss dem Arbeitnehmer ausgehändigt werden und in Kopie oder digital aufbewahrt werden. Alle drei Punkte müssen von jedem Arbeitgeber zu jeder Zeit erfüllt werden:

    1. Erstellung der Lohnabrechnung
    2. Aushändigung der Lohnabrechnung
    3. Aufbewahrung der Lohnabrechnung

    Dabei ist zu beachten, dass jedem Arbeitnehmer eine Abrechnung zusteht – unabhängig vom Anstellungsverhältnis. Für den Arbeitgeber sind insbesondere die Meldungen als Nachweis bei Finanzamt, Sozialversicherungsträgern und Zoll relevant. So kann nachvollzogen werden, dass alle Mitarbeiter korrekt gemeldet und abgerechnet wurden. Der Lohnzettel muss also die getätigte Lohnzahlung im Detail aufschlüsseln, damit dieser für alle Beteiligten, sprich Arbeitnehmer, Arbeitgeber und auch Finanzamt, genau nachvollziehbar ist.

    Aufbewahrung der Lohnzettel

    Die Lohnabrechnungen müssen nach gesetzlichen Vorschriften erstellt werden und vom Arbeitgeber mindestens 6 Jahre aufbewahrt werden. 

    Pflichten des Arbeitnehmers

    Die Pflichten für den Arbeitnehmer sind freiwillig gehalten. Hauptsächlich dient die Lohnabrechnung dem Arbeitnehmer dazu, auf einen Blick zu sehen, was er/sie im jeweiligen Monat verdient hat, inklusive aller Abzüge und vereinbarten Zuschüsse.

    Als Berufstätiger gibt es daher keine Pflicht, Lohnzettel aufzubewahren, Gehalts- nachweise sollten allerdings trotzdem am besten ein Leben lang behalten werden, da man sie eventuell bei späterem Rentenantritt nochmal als Nachweis benötigen könnte. Auch bei privaten Veränderungen werden die Lohnnachweise immer wieder benötigt, beispielsweise beim Kauf auf Raten oder einem Wohnungswechsel. 

    Benötigte Daten zur Erstellung der Lohnabrechnung

    Für die vorschriftsmäßige Erstellung der Lohnabrechnung eines Mitarbeiters benötigt der Arbeitgeber gewisse Daten, sowohl Unternehmensdaten, als auch die Daten seines Angestellten.

    Unternehmensdaten

    Jedes Unternehmen, das Mitarbeiter beschäftigt, braucht eine Betriebsnummer, mit welcher es bei den Sozialversicherungsträgern und der Berufsgenossenschaft zugeordnet werden kann.

    Mitarbeiterdaten

    Der Arbeitnehmer muss bei Beginn eines Arbeitsverhältnisses einige Daten zusammentragen. Folgende Grunddaten werden benötigt, bei Praktikanten oder Studierenden sind beispielsweise weitere Unterlagen notwendig:

    • Vor- und Nachname
    • Geburtsdatum
    • aktuelle Wohnanschrift
    • Sozialversicherungsnummer
    • Krankenkassendaten
    • je nach Beschäftigungsarbeit die persönliche Steueridentifikationsnummer 

    Vorgeschriebene Meldungen bei der Lohnabrechnung

    Bei jeder Lohnabrechnung sowie bei der An- und Abmeldung eines Mitarbeiters müssen relevante Daten an das Finanzamt und and die Krankenkasse gemeldet wer- den. Die Meldungen, die in Zusammenhang mit der Tätigkeit eines Arbeitnehmers gemacht werden müssen, sind folgende:

    • Anmeldung eines Mitarbeiters
    • Abmeldung eines Mitarbeiters
    • Jahresmeldung
    • Unterbrechnungsmeldung
    • Sondermeldung (z.B. bei Insolvenzfällen)

    Die regelmäßigen Meldungen an Krankenkassen und Finanzamt können nur elektronisch und zu einem bestimmten Stichtag übermittelt werden. Dies geschieht über die jeweiligen Portale der Krankenkassen und über autorisierte Programme ans Finanzamt.Außerdem gibt es noch unregelmäßige Meldungen wie: 

    • Änderungsmeldungen
    • Meldungen bei Arbeitsunfähigkeit
    • Sozialzeiten
    • Sofortmeldungen

    Der Lohnzettel

    Je nach Arbeitsverhältnis setzt sich die eigentliche Lohnabrechnung aus verschiedenen Bestandteilen zusammen.Auf einem Lohnzettel steht, was das eigentliche Gesamtbrutto ist und was dann am Ende für den Arbeitnehmer dabei rauskommt (das Netto, also der Auszahlungsbetrag, der dann auch im Endeffekt auf dem Konto landet). 

    Das Gesamtbrutto kann sich wiederum aus unterschiedlichen Komponenten zusammensetzen und beinhaltet nicht immer nur Lohn oder Gehalt.Es gibt noch weitere Komponenten, die zum errechneten Bruttobetrag hinzu kommen. Dazu zählen beispielsweise Sachbezüge wie Firmenwagen oder Jobticket und Boni wie Leistungsboni oder Provisionen. 

    Sachbezüge

    Sachbezüge sind häufig geldwerte Vorteile, das bedeutet Leistungen, die ein Arbeitnehmer günstiger bekommt als üblich, da der Staat weniger für Steuern oder Sozialbeiträge abzieht. 

    So sieht eine mit der PayFit-App automatisch erstellte Lohnabrechnung aus

    Lohnzettel mit PayFit

    Lohnzettel mit PayFit

    Gliederung des Lohnzettels

    Kopfteil des Lohnzettels

    • Personaldaten wie z.B. Wohnanschrift, Geburtsdatum, Krankenversicherung
    • Vertragsdaten wie z.B. Jobtitel oder Vertragsbeginn
    • Urlaubskonto
    • Sozialversicherungs-Grunddaten

     Hauptteil des Lohnzettels 

    • Übersicht über Bruttolöhne
    • Abwesenheitskalender
    • Steuern und Sozialabgaben
    • Kommentarfeld
    • Nettoauszahlungen mit Auslage

    PayFit

    Jahresübersicht 

    In der Jahresübersicht des Lohnzettels finden Sie alle Werte, die im Jahr abgerechnet wurden, sowohl die Auszahlungen als auch die Abgaben. Diese Verdienstbescheinigung ist beispielsweise gold wert, wenn Arbeitnehmer auf der Suche nach einer neuen Wohnung sind oder sonst eine Bescheinigung über das Einkommen benötigen. 

    Begriffe in der Lohnabrechnung

    Bruttolohn bzw. -gehalt

    monatliche Vergütung oder Stundenlohn multipliziert mit der Anzahl der Stunden

    Sachbezüge bzw. geldwerte Vorteile

    Sachbezüge sind Arbeitgeberleistungen, die in den meisten Fällen nicht als Einkommen ausgezahlt werden und die Arbeitnehmer zusätzlich zum Lohn/Gehalt erhalten. Wichtig ist, dass der Arbeitnehmer einen Antrag beim Arbeitgeber stellt, welcher beinhaltet, an welches Kreditinstitut die Zahlung erfolgen soll (bzw. wo der Sparvertrag abgeschlossen wurde).

    Beispiele für Sachbezüge können die Überlassung eines Firmenwagens für den privaten Gebrauch, ein Dienstfahrrad, Arbeitskleidung, Geschenke zu besonderen Anlässen, ein Kindergartenzuschuss, Mahlzeiten, Fahrtkostenzuschüsse oder ein Jobticket sein.

    Überschreitet der Wert des Sachbezugs bestimmte Grenzwerte, so muss dieser wie erwähnt als geldwerter Vorteil versteuert und verbeitragt werden.

    Vermögenswirksame Leistungen (VL)

    Vermögenswirksame Leistungen sind Sparzulagen die der Arbeitgeber anlegt, um den Vermögensaufbau seiner Arbeitnehmer zu fördern. Wichtig ist, dass der Arbeitnehmer einen Antrag beim Arbeitgeber stellt, in dem drin steht, an welches Kreditinstitut die Zahlung erfolgen soll (wo der Sparvertrag abgeschlossen wurde).

    Der Höchstbetrag, den Arbeitgeber zahlen können, liegt bei 40 Euro pro Monat. Die beliebtesten Anlageformen für Mitarbeiter sind Banksparpläne, Bausparverträge, Fondssparpläne oder die Tilgung einer Baufinanzierung. Und sollte der Arbeitnehmer innerhalb einer bestimmten Einkommensgrenze liegen, kann er zusätzlich zur Sparzulage des Arbeitgeber noch Geld vom Staat in Form der Arbeitnehmersparzulage bekommen.

    Beitrag zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV)

    Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Zahlung an den Arbeitnehmer zum Aufbau einer Zusatzrente.

    Steuerfreibeträge

    Lohnsteuerfreibeträge können von Arbeitnehmern beim Finanzamt beantragt werden. Sie müssen nachweisen können, dass regelmäßige Ausgaben getätigt werden, die am Ende des Jahres zu einer Rückzahlung führen würden. So bekommt man nicht am Ende des Jahres eine große Steuerrückzahlung sondern aufgeteilt in kleine Häppchen jeden Monat einen Steuerfreibetrag.

    Beispiele:

    - Werbungskosten, soweit sie über dem Arbeitnehmerpauschbetrag liegen

    - Sonderausgaben, soweit sie über dem Pauschbetrag von 36 € liegen

    - außergewöhnliche Belastungen

    Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitnehmers

    - Arbeitslosenversicherung (ALV): Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil betragen jeweils 1,2%

    - Gesetzliche Krankenversicherung (GKV): Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil betragen jeweils 7,30% + den jeweils halben Zusatzbeitrag (durchschnittlich 1,1%, also je 0,55% AN/AG)

    - Deutsche Rentenversicherung (RV): Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil betragen jeweils 9,30%

    - Pflegeversicherung (PV): Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil betragen jeweils 1,525%

    Kirchensteuerabzug
    (freiwillige Abgabe)

    Persönliche Abzüge
    z.B. Vorschüsse, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer gezahlt hat

    Aufwandsentschädigungen
    z.B. Reisekostenerstattung

    Auszahlungsbetrag
    Der Betrag, der auf das Konto des Arbeitnehmers überwiesen wird.

    Brutto-Netto-Berechnung Lohn und Gehalt

    Das fertige Produkt, also den Lohnzettel, kennen wir bereits. Nun ist allerdings die Frage, was wo abgezogen oder auch addiert wird, damit man vom Bruttolohn zum Auszahlungsbetrag gelangt.

    Wie bereits erwähnt, beginnt alles mit den Stammdaten Ihres Mitarbeiters, beispielsweise den Adressdaten oder Vertragsdaten. Davon abhängig sind nämlich auch die Berechnungen von so manchen Beiträgen.

    Bewegungsdaten spielen außerdem eine Rolle: monatliche Arbeitszeiten bei Stundenlohnempfängern, Krankheitszeiten etc. müssen beachtet werden.

    Sind diese Daten vorhanden, kann der Bruttolohn errechnet werden. Außerdem gibt es in Ihrer Firma eventuell noch Sachbezüge oder vermögenswirksame Leistungen: diese Beträge müssen ebenfalls addiert werden, um zum Gesamtbrutto zu gelangen.

    Diese Daten müssen zum Stichtag der Abrechnung vorliegen, damit die Lohnabrechnung für den einzelnen Mitarbeiter korrekt durchgeführt werden kann.

    PayFit

    Die meisten Additionen sind somit geklärt. Doch was passiert mit den zahlreichen Abgaben?

    Abgaben an Finanzamt und Krankenkassen

    Arbeitnehmer müssen bei Finanzamt und Krankenkassen gemeldet werden. Zudem müssen Meldungen über die monatlichen Beiträge, die sich aus dem Gesamtbrutto errechnen, übermittelt werden. Die Zahlungen erfolgen auch an diese Träger, die das Geld dann entsprechend weiterleiten.

    Folgende Abgaben gehen an das Finanzamt, bei dem Ihr Unternehmen gemeldet ist:

    • Lohnsteuer
    • ggf. Solidaritätszuschlag
    • ggf. Kirchensteuer

    Das Finanzamt leitet die Anteile entsprechend weiter. Die Krankenkasse hingegen nimmt folgende Abgaben an und leitet sie entsprechend weiter:

    - Krankenversicherung
    - Pflegeversicherung
    - Rentenversicherung
    - Arbeitslosenversicherung


    Häufige Fehler in der Lohnabrechnung

    Falsch ausgezahlte Zuschläge oder Provisionen, eine veraltete Steuerklasse – bei der Abrechnung der Gehälter können immer wieder Fehler passieren, denn viele Informationen müssen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zusammenlaufen. Insbesondere Unternehmen mit hoher Variabilität und Fluktuation – wie etwa Gast-, Pflege- oder Reinigungsbetriebe – sind besonders anfällig für fehlerhafte Lohnabrechnungen. 

    Falsche Lohnsteuerklasse

    Lebensumstände der Mitarbeiter spielen in der Einordnung der richtigen Steuerklasse eine sehr entscheidende Rolle. Der Arbeitgeber ist für die korrekte Angabe der Lohnsteuerklassen verantwortlich – deshalb lohnt sich die regelmäßige Überprüfung, bei der das Finanzamt gern behilflich sein kann.

    Wichtiger Hinweis

    Der Arbeitgeber ist zur Verwendung der vom Finanzamt gemeldeten Daten verpflichtet. Häufig werden die Daten bspw. nach einer Hochzeit erst Monate später vom Finanzamt hinterlegt – der Arbeitgeber ist dennoch nur dann auf der sicheren Seite, wenn die “veralteten” Daten verwendet werden, bis das Finanzamt die Daten korrigiert.

    Sozialversicherung falsch berechnet

    Der Arbeitgeber ist Schuldner gegenüber den Sozialversicherungsträgern. Vergisst also dieser den Abzug der Sozialversicherungsbeiträge vom Arbeitsentgelt seines Mitarbeiters, darf er den Betrag im Allgemeinen nur innerhalb der folgenden drei Gehaltszahlungen nachträglich abziehen. Die richtige Abrechnung lässt sich am Beitragsgruppenschlüssel direkt auf der Gehaltsabrechnung ablesen. Hier steht bei klassisch angestellten Arbeitnehmern beispielsweise viermal die Eins.

    Krankenkassenbeitrag an die falsche Krankenkasse

    Eine regelmäßige Abfrage der aktuellen Krankenkasse bei den Angestellten lohnt sich. Heutzutage gibt es zwar weniger Krankenkassen als noch vor ein paar Jahren – diese werben jedoch häufig mit attraktiven Prämien für einen Wechsel, was dazu führt, dass Arbeitnehmer häufiger Krankenkassen wechseln.

    Kirchensteuer fälschlich abgezogen

    Hier sollte beispielsweise der Kirchenaustritt immer von dem Arbeitnehmer gemeldet werden, damit es zu keinen Ungereimtheiten bei der Abrechnung kommt. Der Austritt hat eine unmittelbare Auswirkung, denn mit dem Tag des Austritts entfällt auch die Zahlung der Kirchensteuer. 

    Änderungen beim Lohn durch Überstunden, Zuschläge etc.

    Oftmals werden zusätzlich geleisteten Stun- den oder Zuschläge erst zu spät erfasst und nicht korrekt in der Abrechnung berücksichtigt. Eine genaue Dokumentation ist daher essentiell für die korrekte Abrechnung, insbesondere von Lohnempfängern.

    Zu diesen fallbezogenen Fehlern kommen natürlich noch Aspekte wie eine mangelnde Genauigkeit (z.B. in Stresssituationen) oder Sonderfälle wie die Abrechnung von steuer- freien oder pauschal besteuerten Lohnbestandteilen.

    Fehler in der Lohnabrechnung können somit durch Expertenwissen, Genauigkeit und die richtigen Hilfsmittel vermieden werden.

    Lohnabrechnung selber erstellen oder auslagern?

    Lohnabrechnung kann sehr zeitintensiv sein, insbesondere wenn Ihr Unternehmen vieleMitarbeiter beschäftigt. Die Komplexität führt nicht selten zu viel Papierkram, umständlicher Kommunikation und Zeitnot bezüglich anderer Aufgaben. Große Firmen haben häufig eine interne Lohnbuchhaltung, selten lohnt sich das allerdings für KMUs und Startups. Welche Möglichkeiten gibt es, wenn ich die Lohnbuchhaltung also nicht intern erledigen möchte?

    Lohnabrechnung auslagern: Steuerberater, Lohnbüro und Lohnbuchhalter

    Die Auslagerung der Lohnabrechnung an den Steuerberater, mit dem man ja häufig eh schon in Kontakt ist, ist naheliegend. Vermeintlich bedeutet die Auslagerung eine einmalige Weitergabe der Daten an den Steuerberater, der sich dann “um alles weitere” kümmert.

    Leider gestaltet sich die Auslagerung häufig komplizierter als gedacht. Nur selten handelt es sich um eine einmalige Anmeldung eines Gehaltsempfängers, der dann Monat für Monat abgerechnet wird. Änderungen bezüglich geleisteter Arbeitsstunden, Boni oder sonstiger Lohnbestandteile müssen stets an Dritte kommuniziert werden, nicht selten entstehen Rückfragen.

    Aus Datenschutzgründen dürfen empfindliche Mitarbeiterdaten nur auf dem Postweg ausgetauscht werden, was in der Regel sehr lange dauert und umständlich ist. Sie sollten außerdem großes Vertrauen in die Personen/ Büros haben, da die sensiblen Daten sehr vertraulich zu behandeln sind 

    Zudem sollten Sie den Steuerberater lieber für Aufgaben bezahlen, die dem Unternehmen noch mehr nützen (und dem Steuerberater im Endeffekt auch mehr Spaß machen).

    PayFit

    Lohnabrechnung über HR-Tools

    KMUs und Startups verzichten aus Kostengründen meist darauf, eine eigene Lohnbuchhaltungs-Abteilung aufzubauen. Buchhalter, Steuerberater oder externe Lohnbüros kommen eventuell auch nicht in Frage, da so immer ein Stück Kontrolle verloren geht.

    Die Lohnabrechnung bleibt somit häufig in den HR-Abteilungen, die sich entweder selbstständig um die Lohnabrechnung kümmern (viel Fachwissen notwendig, sehr zeitaufwendig und hohe Verantwortung) oder eine HR-Software implementieren. Diese Software hat nicht selten ein Feature, welches die Lohnabrechnung für die Unternehmen übernimmt. Mitarbeiterdaten, Vertragsdaten etc. werden online eingetragen und die Lohnabrechnung durchgeführt.

    Was viele bei dieser Lösung nicht beachten: Die sensiblen Daten bleiben nicht nur nicht beim Unternehmen oder einer vertrauenswürdigen Person (wie dem Steuerberater), sondern gehen über Drittanbieter wie Lohnbüros. Die Integration für die direkten Meldungen an Finanzamt und Krankenkassen ist ebenfalls häufig nicht gegeben, sodass hier ein weiterer Schritt gemacht werden muss, bevor die Lohnabrechnung durchgeführt wird.

    Das führt zu längeren Bearbeitungszeiten, kurzfristige Änderungen sind oft nicht möglich. Der Support ist bei dieser Lösung oft nicht gegeben, da es keinen Experten für Lohnabrechnung im Unternehmen gibt.

    Lohnabrechnung über eine spezialisierte Lohnabrechnungssoftware

    Cloud-Lösungen und fortschrittliche HR- Software gibt es heutzutage viele. Allerdings erfordern einige davon weiterhin Fachwissen für die Erstellung von Lohnabrechnung. Nicht so intuitive Tools, die eine direkte Schnittstelle zu Finanzamt und Krankenkassen besitzen und bei denen Sie Ihre Daten nicht an Dritte weitergeben.

    Datenbanken, die in solche Tools integriert sind, helfen, das Gelernte zu speichern und anderen zugänglich zu machen. Automatische Reminder unterstützen die Datenaktualisierung. Unverzichtbar ist die Eigenständigkeit, die solche Tools liefern: Wenn Arbeitnehmer ihre Personaldaten eigenständig pflegen und Manager Vertragsdaten - zum Beispiel ein neuer Bonus für den Mitarbeiter - selbst editieren können, müssen diese nicht erst an den entsprechenden Personaler weitergetragen werden. Dadurch lassen sich zeitintensive Prozesse drastisch verkürzen und Fehler merklich reduzieren. Dazu behalten Sie außerdem den Überblick über die Lohnabrechnungen und Mitarbeiterdaten, was wiederum ein besseres internes Controlling ermöglicht. 

    Außerdem profitieren Mitarbeiter von Lohnabrechnungssoftwares: sie haben einen eigenen Mitarbeiterzugang, sodass Sie die Lohnabrechnungen einsehen können (und im Falle von PayFit außerdem Abwesenheitsanträge stellen und Arbeitszeiten eintragen können).

    Lohnabrechnung mit PayFit

    PayFit digitalisiert und vereinfacht Lohn- und Gehaltsabrechnungsprozesse, um KMUs & Startups Zeit und Kosten zu sparen. Dank voller Datenkontrolle und intuitiver Benutzeroberfläche können Lohnabrechnung und Abwesenheitsmanagement autonom, individuell und ohne Drittanbieter durchgeführt werden.

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    Was Sie von diesem Guide mitnehmen sollten

    1. Lohnabrechnung wirkt auf den ersten Blick oft kompliziert und aufwendig, die Grundlagen zur Lohnberechnung sind allerdings schnell verstanden.

    2. Eine der größten Herausforderungen ist es, bei den häufigen Gesetzesänderungen auf dem aktuellen Stand zu bleiben – gute Tools haben die Änderungen allerdings bereits integriert.

    3. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in einem Startup oder KMU mit Lohnabrechnung umzugehen. Eine Auslagerung bedeutet häufig Kontrollverlust sowie viele Feedback- Schleifen.

    4. Lohnabrechnung muss nicht immer eine unbeliebte Aufgabe sein: mit intuitiven Tools lässt sich der Zeit- sowie Kostenaufwand reduzieren. So haben Sie und Ihre Kollegen wieder Zeit für die wichtigen Aufgaben und die Kontrolle über die Daten und Auswertungen bleibt im Unternehmen.

    PayFit

    Charlotte Block

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